CDU Südwestfalen
Besuchen Sie uns auf http://www.cdu-suedwestfalen.de

DRUCK STARTEN


Archiv
04.11.2009, 10:04 Uhr
CDU-Bezirksverband bestätigt Uhlenberg mit 98 Prozent !
Umweltminister will selbstkritische Zukunftsdiskussion in der Union – Thoben setzt auf Werte in der Wirtschaftspolitik – Ergebnisse der Vorstandswahlen
Mit einem „Traumergebnis“ bestätigte der CDU-Bezirksverband Südwestfalen in der Siegerlandhalle Umweltminister Eckhard Uhlenberg als Vorsitzenden: 123 von 125 Delegierten sagten „Ja“ zur Wiederwahl des 61jährigen Landespolitikers aus Werl (2 Enthaltungen). Uhlenberg freute sich über den großen Vertrauensbeweis im Vorfeld der Landtagswahlen. Mit 112 bzw. 95 Stimmen wurden Bernd Schulte MdL (Lüdenscheid) und Monika Brunert-Jetter MdL (Meschede/Siegen) als Vize Uhlenbergs wiedergewählt. 123 Stimmen bestätigten Martin Michalzik (Wickede) als Pressesprecher. Guido Niermann bleibt mit 119 Voten der Geschäftsführer der Regional-CDU. Als Beisitzerwahlen aus den fünf Kreisverbänden erhielten die Kandidaten der Jungen Union und der Senioren Union, Thomas Fabri aus Wickede und Wilma Ohly aus Olpe mit bzw. 104 Voten die höchste Zustimmung. Weiter gewählt wurden Anna Hollstege (MK), Stephan Stickeler und Irmgard Grebe-Quast (Olpe), Arnsbergs Bürgermeister Hans Josef Vogel, Matthias Kerkhoff und Georg von Weichs (Hochsauerlandkreis), Marita von Garral (Soest) sowie Christel Vosbeck-Kaiser (Frauen Union) und Hartmut Steuber (CDA).
Bild: In bewährter Formation ins Wahljahr 2010: Der CDU-Bezirksvorstands Südwestfalen mit Dr. Martin Michalzik, Umweltminister Eckhard Uhlenberg, Wirtschaftsministerin Thoben (Mitte), Bernd Schulte, Monika Brunert-Jetter und Guido Niermann.
Uhlenberg: CDU bleibt nur selbstkritisch vital
 
„Entschieden zuversichtlich, aber bestimmt nicht selbstzufrieden“, beschrieb Uhlenberg nach seiner Wahl die „Gemütsverfassung“ der CDU in Südwestfalen. Die Union habe bei den zurückliegenden Wahlen in der Region ein klares Vertrauensvotum der Wähler bekommen. „Damit können wir auf bisherigen Leistungen aufbauen. Keine Partei identifiziert sich so stark mit Südwestfalen wie wir. Mit dieser Einstellung haben wir die Regionale bekommen, die Kyrillfolgen bewältigt und haben uns als Gesundheitsregion profiliert“, führt Uhlenberg als Beispiele an. Zugleich forderte er die rund 150 Delegierten und Gäste auf, Arbeit und Wirkung der Partei aufgeschlossen und selbstkritisch zu prüfen. „Für uns als Volkspartei können Prozentergebnisse wie bei der Bundestagswahl nicht dauerhaft befriedigend sein. Wer Mehrheiten halten will, muss wieder mehr Menschen politisch gewinnen“, forderte er die Kreis- und Gemeindeverbände zwischen Soest und Siegen, aber auch die gesamte Partei in Land und Bund auf. Eine kritische Analyse der Wahlbeteiligung, genaues Hinschauen auf Wählererwartungen und gute Verbindungen der Kommunalpolitiker in die Gruppen und Vereine sieht Uhlenberg als nötige Voraussetzungen, die CDU als „einzige verbliebene Volkspartei vital zu erhalten“. Dazu gehöre auch, in den Ortsverbänden wieder mehr über die gesamte Bandbreite unserer Politik zu diskutieren und mitzuentscheiden und sich nicht allein auf die Kommunalpolitik zu beschränken“. Unter großem Beifall sprach sich Uhlenberg für einen noch stärkeren Stellenwert der Umweltpolitik als „praktische Verantwortung zur Bewahrung der Schöpfung“ aus und stimmte die Partei auf eine scharfe Auseinandersetzung mit SPD und Linken bei der Landtagswahl am 9. Mai ein. Er erwarte, dass die NRW-SPD ebenso wenig Skrupel vor einem Bündnis mit den Linken habe wie die SPD jetzt in Brandenburg.
 
Thoben: Anlass zum Optismus
 
Wirtschaftsministerin Thoben lud die CDU-Delegierten zum Optimismus ein: „Was wir an Stimmungsumschwung geschafft haben, ist vorzeigbar“. Nordrhein-Westfalen wäre in der Wirtschaftskrise handlungsunfähig gewesen, wenn die neue Landesregierung nicht so entschieden den Haushalt saniert hätte. Thoben bekannte sich unmissverständlich zu einer wirtschaftsfreundlichen Politik für kleine und mittlere, vor allem auch Familien geführte Unternehmen. Denen muss niemand erklären, wie man fair mit Mitarbeitern umgeht“. Thoben legte Wert darauf, den „falschen Eindruck richtig zu stellen, dass die staatlichen Hilfen alle an die Großen gehen. Der Schwerpunkt liegt auf mittelständischen Betrieben“ Allerdings sei die Neigung großer Unternehmen stark, mit ihren Problemen in die Öffentlichkeit zu gehen, um Druck auf die Politik auszuüben, kritisierte die Wirtschaftsministerin. Thoben führte unter Beifall der Versammlung aus, dass „Politik mit dem C“ auch in der Wirtschaftspolitik einen Unterschied mache: „Wir sind uns bewußt, dass wir nur vorläufige Lösungen auf komplexe Probleme geben können“. Voraussetzung für staatliche Hilfe sei die klare Bereitschaft zu Eigenverantwortung und Eigenleistung aus Betrieben und Branchen.
 
aktualisiert von Guido Niermann, 04.11.2009, 10:06 Uhr