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06.10.2010, 14:51 Uhr
Südwestfalen-CDU schaltet aufs Oppositionsprogramm um
Uhlenberg kandidiert erneut als stellvertretender Landesvorsitzender
Eckhard Uhlenberg hat sich seine Entscheidung nicht leicht gemacht: „Für die neue Zeit der CDU in Nordrhein-Westfalen, die mit dem Mitgliedervotum für einen Landesvorsitzenden beginnt, müssen wir auch auf jeder weiteren Leitungsposition sorgsam überlegen, wie wir Kontinuität und Veränderung gestalten“, ist der Bezirksvorsitzende der CDU-Südwestfalen aus Werl überzeugt.
Mit viel Zuspruch aus Landespartei und Landtagsfraktion und absehbarem Rückenwind der Südwestfalen-CDU will sich der Landtagspräsident jetzt im Ergebnis erneut als stellvertretender CDU-Landesvorsitzender bewerben. Diesen Samstag stellt ein Regionalparteitag der CDU ab 10 Uhr im Kaiserhaus in Arnsberg-Neheim personelle Weichen für den Landesparteitag, der am 6. November in Bonn stattfindet. Hier tritt Uhlenberg an, um "selbstbewußt die Leistungen der CDU-Landesregierung deutlich zu machen und die Partei auf das jetzt leider nötig Oppositions-Profil umzustellen".
„Die CDU muss zeigen, dass wir in der Opposition angekommen sind - und sie muss mit Persönlichkeiten und Zielen überzeugen, dass wir da nicht lange bleiben sollten“, so Uhlenberg. Eine abstrakte Debatte, ob die CDU mehr konservatives Profil brauche, helfe der Union wenig weiter:
„Die wenigsten Leute wollen markige Sprüche. Die allermeisten Menschen erwarten bei politischen Entscheidungen einfach mehr Sorgfalt, Fairness und eine vernünftige Erklärung, wenn bislang geltende Regelungen oder Institutionen verändert werden. Das wurde bei jüngsten politischen Debatten und Entscheidungen leider mitunter zu Recht vermisst?.
Beim CDU-Bezirksparteitag in Arnsberg soll deshalb der neuen NRW-Fraktionschef Karl-Josef Laumann Delegierten und Gästen erläutern, wie die CDU die landespolitische Auseinandersetzung im Fünf-Parteien Landtag führen werde. Für die Personalvorschläge des Bezirks zum Landesparteitag haben die fünf Kreisverbände überdies ihre Vorschläge für weitere Landesvorstandsämter auf der Arnsberger Tagesordnung.
Kandidieren sollen Monika Brunert-Jetter MdL und Dr: Peter Liese MdEP (beide HSK), Hans-Georg Cremer (Olpe), Volkmar Klein MdB (Siegen), Dr. Matthias Heider MdB (Mark) und Petra Vorwerk-Rosendahl (Frauen Union).
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aktualisiert von Guido Niermann, 06.10.2010, 15:02 Uhr