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10.10.2010, 11:08 Uhr
Uhlenberg befürchtet Benachteiligungen für Südwestfalen
CDU-Südwestfalen nominierte Kandidaten für den CDU-Landesvorstand
Eckhard Uhlenberg aus dem Kreis Soest, Präsident des Landtages NRW, soll wieder Vizevorsitzender der Landes-CDU werden. Dies sieht zumindest der Vorschlag des CDU-Bezirksparteitages vor. Das Delegiertentreffen in Arnsberg nominierte den Vorsitzenden der Südwestfalen-CDU für die Vorstandswahl auf dem CDU-Landesparteitag am 6. November in Bonn.

Zuvor brachte Uhlenberg seine Besorgnis zum Ausdruck, die neue Landesregierung könne Südwestfalen benachteiligen. Nachhaltig forderte er, die Finanzierung der Regional 2013 zu sichern. „Es fehlt noch immer eine klare Zusage, dass es die notwendigen finanziellen Landesmittel geben wird“, rief er seinen Zuhörern zu. Er rechne mit einem Stillstand in Sachen Verkehrspolitik. Wenn Verkehrsprojekte nur noch im Konsens verwirklicht würden, wäre das das Aus für den Weiterbau der A46. Scharf kritisierte er die Schulpolitik. „Von Schulfrieden kann keine Rede mehr sein. Die Gemeinschaftsschule hat zur Aufgabe, das gegliederte Schulsystem auszuradieren“, kritisierte der CDU-Bezirkschef.

Die Schulpolitik nahm auch in der Rede des Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion, Karl-Josef Laumann, einen breiten Raum ein. Ausdrücklich betonte er, dass bei der Schulwahl der Elternwille absolute Priorität genießen müsse. Im Vordergrund der Debatte dürfe nicht die Schulform stehen, wichtig sei vielmehr das Wohl der Kinder. Menschen seien unterschiedlich, entsprechend müsse es auch unterschiedliche Schulformen geben. Das Gymnasium dürfe nicht in Frage gestellt werden. Dort wo es notwendig sei, müsse eine Verschmelzung von Haupt- und Realschule möglich sein. Vorstellbar ist für Laumann ein verpflichtendes Vorschuljahr, um längeres gemeinsames Lernen zu ermöglichen. Er lehnte aber gemeinsame Klassen im fünften und sechstem Schuljahr ab, „dann sind Gymnasien nicht mehr möglich“. Und ergänzte: „Als CDU sollten wir weiterhin für ein vielfältiges Schulsystem stehen“.

Als weitere Kandidaten für den CDU-Landesvorstand schlägt die Bezirks-CDU Monika Brunert-Jetter MdL (HSK), Hans-Georg Cremer (Olpe), Dr. Matthias Heider MdB (Mark), Volkmar Klein MdB (Siegen-Wittgenstein) und Dr. Peter Liese MdEP (HSK) vor. Unterstützt werden auch die Vorschläge der Jungen Union, Kirstin Peitz (HSK), Frauen Union, Petra Vorwerk-Rosendahl (Kreis Soest), und der Mittelstandvereinigung Hartmut Schauerte (Kreis Olpe).

 


aktualisiert von Guido Niermann, 10.10.2010, 11:10 Uhr