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19.11.2010, 11:48 Uhr
CDU-Regionalräte für Ausbau der Ruhr-Sieg-Strecke zwischen Hagen und Gießen
Die CDU-Regionalratsfraktion setzt sich für den Ausbau der Ruhr-Sieg-Strecke ein. Der Fraktionsvorsitzende Elmar Reuter (Olsberg) hat eine entsprechende Resolution formuliert, die in der Dezember-Sitzung des Regionalrates beraten und verabschiedet werden soll. Mit der Resolution reagieren die CDU-Politiker auf die vom Bundesverkehrsminister angekündigte Absage des Ausbaus der Ruhr-Sieg-Schienenstrecke.
Wörtlich heißt es in der Resolution: „Der Verzicht auf einen Ausbau dieser Schienentrasse, der seit Jahren zugesagt ist, gefährdet die wirtschaftlichen Perspektiven der davon betroffenen Region. Wir sind der Auffassung, dass die erfolgreiche und ausgeprägt exportorientierte Wirtschaft in Südwestfalen (und Mittelhessen) mehr denn je eindeutig ein qualifiziertes, leistungsstärkeres Schienenangebot benötigt als bisher.“
Nicht nachvollziehbar sei, wieso die Strecke die bisherige betriebs- und volkswirtschaftliche Rechtfertigung verloren habe. Die CDU-Regionalratsfraktion hält „die Absage für sachlich falsch. Das ist für unsere Region total inakzeptabel“, heißt es weiter. Gemeinsam fordern die regionale Wirtschaft und die regionale Politik seit Jahren den qualifizierten Gleisausbau und die Ausweitung der Tunnel. Derzeit sei es unmöglich, standardisierte Hochseecontainer auf der Schiene direkt zu den Hochseehäfen Amsterdam, Rotterdam oder Antwerpen zu bringen. Deshalb werde die Strecke heute auch unzureichend genutzt und es könne momentan auch keine günstige Nutzen-Kosten-Relation berechnet werden.
80 bis 90 Prozent der in der Region erzeugten Produkte gelangen über die genannten Hochseehäfen zu den Weltmarktkunden. Eine stärkere Vernetzung der Verkehrsträger Straße, Schiene und Wasserweg würde aus ökonomischer und aus ökologischer Sicht Optimierungspotentiale ermöglichen. Dies würde durch eine weitere Vernachlässigung der Ruhr-Sieg-Strecke total konterkariert, begründet die CDU die Resolution.
Die Resolution, die der Regionalrat verabschieden soll, richtet sich an die Landtags- und Bundestagsabgeordneten in der Region sowie an die Deutsche Bahn AG.
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aktualisiert von Guido Niermann, 19.11.2010, 11:52 Uhr