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15.10.2013, 16:50 Uhr
Klaus Kaiser führt weiterhin die CDU Südwestfalen
Bezirksparteitag wählte Vorstand
Mit 92 Prozent der Delegiertenstimmen wurde der Arnsberger Landtagsabgeordnete Klaus Kaiser zum ersten Mal als Vorsitzender der CDU Südwestfalen wiedergewählt. Turnusgemäß wählten die Vertreter der fünf Kreisverbände, Hochsauerlandkreis, Märkischer Kreis, Olpe, Siegen-Wittgenstein und Soest, in der Weißtalhalle in Siegen einen neuen Bezirksvorstand. Als Stellvertreter wählten die Delegierten die Soester Landrätin Eva Irrgang und den Iserlohner Landtagsabgeordneten Thorsten Schick. Den geschäftsführenden Vorstand komplettieren der Geschäftsführer Guido Niermann aus Soest und als Pressesprecher Marco Voge aus Balve im Märkischen Kreis. Darüber hinaus wurden elf Beisitzer gewählt: Kerstin Brauer (Olpe), Thomas Fabri (Soest), Carla Florath (Hochsauerlandkreis), Dr. Matthias Heider MdB (Märkischer Kreis), André Jung (Siegen-Wittgenstein), Florian Müller (Olpe), Wilma Ohly (Olpe), Cordula Rosenbaum (Hochsauerlandkreis), Hartmut Steuber (Siegen-Wittgenstein), Stephan Stickeler (Olpe) und Georg von Weichs (Hochsauerlandkreis).


Der wiedergewählte geschäftsführende Bezirksvorstand: Marco Voge, Thorsten Schick MdL, Klaus Kaiser MdL, Eva Irrgang und Guido Niermann.

Kaiser ging nach einen Grußwort des Siegener Bürgermeisters Steffen Mues in seinem Bericht auf die letzten zwei Jahre seiner ersten Amtszeit ein. Vor zwei Jahren hatte er in Bad Sassendorf das Amt des Vorsitzenden von Eckhard Uhlenberg aus Werl-Büderich übernommen. Sein Blick ging zunächst auf die Landtagswahl zurück und stellte fest, dass man aus südwestfälischer Sicht mit sieben Abgeordneten sehr gut aufgestellt sei. Ebenso gut aufgestellt sei man nach der aktuellen Bundestagswahl. Mit nun fünf Mandatsträgern werden die Interessen der Industrieregion Südwestfalen gewichtig vertreten. Kaiser stellte dazu fest: "Die CDU ist mit Angela Merkel der eindeutige Sieger der Wahl und dass es nun um die Zukunft von Deutschland geht. Dabei darf es keine kleinkarierte Parteipolitik geben, sondern die CDU muss die Inhalte wie keine Steuererhöhungen und bezahlbare Energie so umsetzen, wofür sie die Mehrheiten errungen hat." In diesem Zusammenhang ging Kaiser auf die Rolle der Landesregierung in NRW ein. Er habe das Gefühl, dass insbesondere Südwestfalen als ländliche Region nur in den Sonntagsreden der Regierung vorkomme, ansonsten jedoch von der Entwicklung abgehängt werde. Er machte dies an den Beispielen der maroden Straßen und des schlechten Ausbaus der Internetbreitbandverbindung fest. Er rief die Ministerpräsidentin dazu auf, Verantwortung für ganz Nordrhein-Westfalen zu übernehmen.
Als Hauptredner des Abends war der CDU Landesvorsitzende Armin Laschet nach Siegen gekommen. Er zog ein ebenso positives Fazit der Bundestagswahl und machte gleichzeitig deutlich, dass er die CDU Wähler auch für die anstehenden Kommunalwahlen und die Europawahl im Mai des nächsten Jahres motivieren möchte, wieder die CDU für ihre gute Politik zu wählen. Wichtig sei ihm, die Wirtschaftskompetenz der CDU in den Vordergrund zu stellen und nicht weiter nach links zu rücken. Abschließend machte er deutlich, dass nach dem Aufbau Ost nun die Sanierung West auf der Tagesordnung stehe.
Einen ersten Einblick auf die Europawahl im nächsten Jahr gab Peter Liese. Er vertritt nach den Worten von Kaiser Südwestfalen kraftvoll im Parlament in Brüssel bzw. Straßburg. Liese verdeutlichte noch einmal die Förderung insbesondere bei der Regionale 2013 durch Ziel II Mittel der EU. Vieles wäre aus seiner Sicht sonst nicht umsetzbar gewesen. Gleichzeit wies er darauf hin, dass nicht wieder die gleichen Verhältnisse wie bis 2007 in Nordrhein-Westfalen einkehren dürfen. Bis dahin sind die Fördergelder der EU ausschließlich ins Ruhrgebiet geflossen. Erst die schwarz-gelbe Landesregierung hatte dies ab 2005 geändert, so dass auch Südwestfalen davon profitieren konnte.


aktualisiert von Guido Niermann, 15.10.2013, 16:53 Uhr