Zustand der Landesstraßen: Südwestfalen wird benachteiligt
Wenn das Land Nordrhein-Westfalen nicht nachhaltig mehr Geld für die südwestfälischen Landesstraßen bereitstellt, wird bis 2024 jeder sechste Kilometer Landesstraße nicht mehr verkehrssicher sein. Das geht aus einer Studie der Universität Siegen hervor, die die CDU-Fraktion im Regionalrat Arnsberg beauftragt hat. Damit sei jetzt auch wissenschaftlich nachgewiesen, dass das Sparen an der Straßensubstanz Volksvermögen langfristig vernichte, so die CDU-Fraktion. Der Autor der Studie, Prof. Jürgen Steinbrecher geht davon aus, dass der Etat Jahr für Jahr verdoppelt werden müsste, um den durchschnittlichen Zustand des Jahres 2008 auch nur zu halten. Konkret: Für den Fall, dass in den kommenden 15 Jahren jeweils 70 Millionen Euro in den Haushalt eingestellt würden, wären die Straßen im Jahr 2024 in einem deutlich schlechteren Zustand als heute. Die CDU-Fraktion befürchtet jetzt angesichts leerer öffentlicher Kassen, dass der schleichende Verfall irgendwann zum Totalverlust der Straßensubstanz führen wird. Dann müsse aber zu entsprechend höheren Kosten neu gebaut werden“, fürchtet der Vorsitzende des Regionalrates, Hermann-Josef Droege (Wilnsdorf). „Das Geld für völlig neu hergestellte Straßenbefestigungen ist aber erst recht nicht vorhanden“. Es sei jetzt der Moment gekommen, an dem „es so nicht mehr weitergeht".
|